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Konrad Wilhelm Julius Robert Kleinau, Berlin Zehlendorf

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Konrad Wilhelm Julius Robert Kleinau wurde am 17.08.1846 in Möckern geboren. Seine Eltern waren der Kossat, Zimmermeister und Mühlenbauer Johann Andreas Samuel Kleinau und dessen 2. Ehefrau Dorothee Sophie Kohl. Seine Eltern haben ihm als jüngstem Kind eine besonders gute Ausbildung angedeihen lassen, so daß er wohl studieren und dadurch über den handwerklichen Stand seiner Vorfahren hinauswachsen und Baumeister und Architekt werden konnte.
Konrad Wilhelm Julius Robert Kleinau heiratete am 26.05.1874 die Marie Janeck aus Halle, mit der er 3 Kinder hatte, das erste Kind wird in Halle geboren, aber die beiden folgenden Kinder erblickten das Licht der Welt 1877 und 1880 in Magdeburg Neustadt. In Magdeburg war er zu dieser Zeit Stadtbaudirektor. Die Ehe mit Marie Janeck wurde geschieden.


Am 13.11.1885 heiratete er die Johanna König aus Königsberg in Preußen. Mit ihr hatte er 5 Kinder von denen die beiden ersten noch in Magdeburg Neustadt geboren werden. Das dritte Kind wird 1893 dann schon in Berlin Zehlendorf geboren, wo er sich als Architekt niedergelassen hatte. Sein Wirken in Zehlendorf war von einiger Bedeutung, so daß eine Straße ab 1934 nach ihm in "Kleinaustraße" umbenannt wurde.


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In Zehlendorf trat er als Architekt mehrerer Gründerzeitvillen auf:

Er gestaltete auch den Park am Hause des Berliner Hoteliers Ferdinand Keck in Berlin Zehlendorf. In einer Veröffentlichung, die man Heimatmuseum in Zehlendorf einsehen kann, ist zu lesen:

"...In den ausgedehnten Gartenanlagen entstand unter Mithilfe des Zehlendorfer Architekten Robert Kleinau und des Obergärtners Wilhelm Derling eine Traumwelt, die ohne weiteres zu den Vorläufern des Disneylandes gerechnet werden darf..." . Man konnte "... mit Hilfe des Baumeisters Kleinau der Wirklichkeit entrinnen. ...Er wurde dabei offensichtlich von einem großen Vorbild angeregt, nämlich von König Ludwig II von Bayern. ... Im Garten an der Mühlenstraße, Ecke Prinz-Handjery-Straße entstand ein Tempelchen mit einem vergoldeten Hermes auf dem Dach. ( Auch er hat sich in das Zehlendorfer Heimatmuseum gerettet.) Die Gartengefilde durchzog ein Wasserlauf. Er speiste einen mit Karpfen und Goldfischen besetzten Teich und wurde an zwei Stellen überbrückt. Die zweite Brücke führte auf ein Plateau, von dem aus man mehrere eingebaute Wasserfälle in Gang setzen konnte. Dann gelangte man zu einer Grotte, die der blauen Grotte in Capri nachgebildet war und deren Ausgang in das Gewölbe eines Turmes aus Thüringer Tropfstein führte. Eskortiert war der ganze Spaziergang von aus Ton gebrannten Zwergen und Rehen in Lebensgröße. Der Clou des ganzen erwartete einen aber im Verließ des Turmes, das streng verschlossen, nur zu ganz festlichen Gelegenheiten bevorzugten Besuchern geöffnet wurden. Man stand plötzlich einem wohlnachgebildeten gefangenen Negerknaben gegenüber, der dem erstaunten Besucher das 'corpus delicti', den Anlaß seiner Strafhaft, nämlich einen frisch gestohlenen Rosenstrauß entgegenhielt. Die Besucher konnten sich dann durch einen unterirdischen Gang zurückziehen. Von oben her mit blauem Licht illuminiert, führte er durch Felsen, Schluchten und Täler einer alpinen Spielzeuglandschaft, die mit echter Flora aus Schweizer Gefilden bestückt war. An die deutsche Märchenwelt wiederum, an den Kyffhäuser, erinnerte der Aufbau eines Tisches aus einem der verbliebenen alten Mühlsteine der abgetragenen Zehlendorfer Mühle, die hier bis 1875 ihre Flügel im Wind gedreht hatte."

Robert Kleinau verstarb im Jahre 1921 in Berlin Zehlendorf. Mindestens einer seiner Söhne, Walther, wurde ebenfalls Baumeister und war Magistrats-Oberbaurat in Berlin Zehlendorf.

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